HypoVereinsbank Würzburg spendet 1244 Euro an die Würzburger Kindertafel e.V.

Anfang 2012 wurde die Würzburger Kindertafel e.V. gegründet. Seither stehen ihnen Mitarbeiter der HypoVereinsbank Würzburg mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite. Jeden Dienstag helfen zwei Banker ehrenamtlich bei der Vorbereitung der Pausenbrote. Mehr als 100 Helferstunden sind so schon zusammen gekommen. Da neben tatkräftiger Unterstützung auch immer wieder finanzielle Mittel benötigt werden, haben sich die Mitarbeiter der HypoVereinsbank beim diesjährigen Stadtfest eine besondere Attraktion ausgedacht. Neben Torwandschießen konnten die Besucher Lose zu Gunsten der Würzburger Kindertafel e.V. kaufen und attraktive Prämien vom FC Bayern München gewinnen. Insgesamt wurden 1244 Euro eingesammelt, die jetzt der Würzburger Kindertafel überreicht wurden.

Unser Bild zeigt die Vorsitzende der Würzburger Kindertafel e.V. Ute Kremen mit dem Niederlassungsleiter der HypoVereinsbank Mainfranken Harry Bermüller im Kreise einiger Mitarbeiter der HypoVereinsbank die regelmäßig bei der Würzburger Kindertafel ehrenamtlich helfen.

 

Morgens ab sieben werden Brote geschmiert

WÜRZBURG
Morgens ab sieben werden Brote geschmiert

Foto: Pat Christ

Die Würzburger Kindertafel versorgt über 120 Schüler mit gesunden Pausenmahlzeiten

Wer sich falsch ernährt, ist weniger gesund und leistungsfähig. Wird häufiger krank. Oder übergewichtig. Besonders fatal ist falsche oder mangelhafte Ernährung für Kinder, sagt Uschi Scheler von der Würzburger Kindertafel: „Ein hungriges Kind kann nicht lernen. Wenn der Magen knurrt, ist es mit der Konzentration vorbei.“

Seit mehr als einem Jahr versorgt die Kindertafel Erst- bis Viertklässler, die ohne ein Sandwich im Schulranzen aus dem Haus gehen, mit Pausenbrot, Obst und Getränk.

Gummibärchen oder Noisetteschokolade, das alles schmeckt natürlich superlecker, ist in der Pausenbrottüte der Kindertafel jedoch tabu. „Es gibt süßes Obst und ganz selten Mal ein Marmeladenbrot“, sagt Vorstandsmitglied Peter Estenfelder. Dem Team ist es wichtig, dass die Grund- und Förderschüler wirklich etwas Nahrhaftes zum Essen bekommen.

Meist gibt es Käse in verschiedenen Variationen. „Von Wurst sind wir abgekommen, da es immer wieder zu Problemen mit muslimischen und jüdischen Kindern kam“, erklärt Estenfelder.

Durchschnittlich 1,65 Euro gibt die Kindertafel pro Pausenbrot täglich aus. Mehr als 120 Brote wurden im vergangenen Schuljahr jeden Morgen ab 7 Uhr geschmiert, eingepackt und ab 8 Uhr an die Schulen ausgeliefert. Das Ganze geschieht in einer Privatwohnung im Stadtteil Heidingsfeld.

Rund 30 Freiwillige teilen sich in den Dienst. Sechs bis sieben treten pro Schicht an. Für manche Schule werden zehn, für eine andere 40 Brote zubereitet.

Die Würzburger Kindertafel ist ein starkes Glied in der kommunalen Präventionskette gegen Kinderarmut. Seit sechs Jahren wird die Tatsache, dass auch in Würzburg viele Kinder am Rand des Existenzminimums leben, verstärkt in den Blick genommen. So legte die Stadt 2007 einen mit 25 000 Euro dotierten Nothilfefonds für arme Familien auf. Außerdem übernimmt sie für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien die Mitgliedsbeiträge von Sportvereinen.

Zur Kindertafel gibt es einen entscheidenden Unterschied, so Estenfelder: „Bei uns muss man keine Bescheinigung vorlegen, dass man bedürftig ist.“ Ausnahmslos jedes Kind ohne Pausenbrot wird unterstützt.

Produkte mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum kommen nicht auf die Brote. Selbst wenn sie noch gut wären. Die Kindertafel legt auf Frische Wert. Schwierig ist für die Mitglieder, dass sie noch nicht über geeignete Räumlichkeiten verfügen, in denen die Brote vorbereitet werden können. Die Privatküche in Heidingsfeld kann nur eine Übergangslösung sein. Denn hier ist es nicht möglich, größere Mengen an Lebensmittel fachgerecht zu kühlen und zu lagern. „Wir suchen nach Räumen in der Stadtmitte“, sagt Estenfelder. Die müssten allerdings zu einer sehr geringen Miete anzumieten sein: „Denn jeder Mieteuro geht ja von den Pausenbroten für die Kinder weg.“

Dass ein sechsjähriges Kind morgens ohne Frühstück und Pausenbrot in die Schule geschickt wird, ist eigentlich unfassbar. „Doch es passiert. Und es gibt viele Gründe dafür“, sagt Uschi Scheler. Armut ist ein Hauptgrund. Aber auch Kinder von psychisch kranken Eltern treten morgens nicht selten ohne Wegzehrung den Gang in ihre Schule an.

„Der Bedarf nach Unterstützung ist sehr groß“, betont die Waldbüttelbrunnerin. „Größer, als wir ihn bewältigen können.“ Derzeit werden lediglich die Kinder von acht Würzburger Grund- und Förderschulen von der Kindertafel versorgt. Doch es gäbe noch mehr Schulen, die in das Projekt integriert werden könnten. Was aber nur mit weiteren Sponsoren möglich wäre.

Die laufenden Ausgaben betragen derzeit 36 000 Euro im Jahr. „Wir kratzen und kratzen, damit wir das Geld zusammenbekommen“, sagt Peter Estenfelder. Angefangen habe der Verein „mit nichts“, ergänzt Schriftführerin Scheler. Lange habe die Bäckerei Schiffer die Brote gespendet. Allmählich wuchs der Kreis der Sponsoren und Fördermitglieder. Heute wird die Kindertafel vor allem von der Firma Gebrüder Götz unterstützt.

Das Unternehmen knobelt ständig neue Pläne aus, um Geld für die Kindertafel aufzutreiben. Bei der aktuellen Charity-Aktion zum Schulanfang werden Turnbeutel zugunsten der Kindertafel zum Verkauf angeboten. Außerdem helfen Azubis einmal pro Woche vor Arbeitsbeginn, Dutzende Pausenbrote in Heidingsfeld zu schmieren.

Quelle: Main Post
Artikel von  Pat Christ

Spargeltaler-Benefizaktion spendet für Kindertafel

Die Würzburger Kindertafel e.V. hat am Mittwoch einen Spendenscheck über 1.700 Euro von den Wirtsleuten Frank und Edith Kulinna überreicht bekommen. 1.200 Euro stammen trotz der schlechten Spargelsaison aus dem Verkauf von “Spargeltalern“ in den Juliusspital-Weinstuben. 500 Euro hat die LBS-Bezirksdirektion Paul Hupp draufgelegt.
Das Geld wird für gut 100 bedürftige Würzburger Schulkinder verwendet, die jeden Morgen mit Pausebroten und Getränken von der Kindertafel versorgt werden. Die Spargeltaler-Benefizaktion wird jährlich von Radio Charivari unterstützt.

10.07.13 – 13:05 Uhr, Foto: Funkhaus Würzburg

 

„Der gute Bär“ überreicht 600 Euro an den Würzburger Kindertafel e.V.

Best Western Hotel Rebstock, Würzburg

200 Best Western Hotels in Deutschland und Luxemburg sammeln seit Jahresbeginn über die Charity-Aktion „Der gute Bär“ Spenden für lokale Hilfsprojekte. Das BEST WESTERN PREMIER Hotel Rebstock in Würzburg unterstützt mit sechs Euro Spende pro Bär die Würzburger Kindertafel e.V. Die ersten 100 Bären sind verkauft.
Würzburg, 18. Juni 2013. „Der gute Bär“ ist ein kleiner, kuscheliger Teddybär, den Gäste seit Jahresbeginn im BEST WESTERN PREMIER Hotel Rebstock in Würzburg erwerben können. Von jedem verkauften Bären spendet das Hotel sechs Euro an die Hilfsorganisation Würzburger Kindertafel e.V., mit der es kooperiert. Der Verein kümmert sich darum, dass bedürftige, hungrige Kinder täglich mit einem gesunden Schulbrot versorgt werden. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit unseren Gästen einen sozialen Beitrag hier vor Ort zu leisten“, erklärt Christoph Unckell, Inhaber Hotel Rebstock. „Und wir sind stolz, dank unserer Gäste heute 600 Euro an die Würzburger Kindertafel übergeben zu dürfen.“ Doch der Verkauf geht weiter. Die nächsten 100 Bären warten bereits auf ihr neues Zuhause.

Weitere Informationen zur bundesweiten Best Western Charity-Aktion „Der
gute Bär“ sind auf der Webseite www.bestwestern.de/der-gute-baer zu finden.
Foto v.l.n.r.: Katharina Körber, Stefanie Langer, Christoph Unckell (alle
Hotel Rebstock) und Ute Kremen (Würzburger Kindertafel e.V.)

Pressekontakt im Hotel:
BEST WESTERN PREMIER Hotel Rebstock
Christoph Unckell, Inhaber
Neubaustraße 7, 97070Würzburg
Telefon 0931-3093-0, Fax 0931-3093-100
vollmond@rebstock.com
www.rebstock.com

Kindertafeln schmieren Pausenbrote

Gesund in den Tag

Würzburg – Gesundes Frühstück macht Kinder fit für den Tag. Aber nicht alle bekommen auch ein Pausenbrot. Manche Eltern können es sich nicht leisten.
Bayerische Kindertafeln sorgen dafür, dass jeder was gegen den Hunger hat.
Morgens um sieben. Bernd Schneider steht mit einem Messer im ehemaligen Hobbyraum eines Einfamilienhauses. Vor ihm liegen Brotscheiben, eine große Packung Käse, Radieschen-Scheiben und ein Stück Butter. Gemeinsam mit sechs anderen Freiwilligen schmiert der Frührentner Pausenbrote – für Schüler, die sonst am Morgen nichts zu essen hätten. „Ich habe meinen Kindern früher auch Frühstücksbrote geschmiert. Damit kenne ich mich aus“, sagt der 62-Jährige und streicht die Butter auf dem Vollkornbrot breit. Er ist einer von fast 30 Helfern, die freiwillig für die Würzburger Kindertafel arbeiten. Ähnlich organisierte Projekte gibt es in Schweinfurt, Fürth und München. Dazu kommen zahlreiche kleine Initiativen, die sich ebenfalls um ein gesundes Frühstück für Schüler kümmern.
Zweimal in der Woche kommt der pensionierte Fachhochschullehrer in den Hobbyraum und bindet sich die Plastikschürze um. Außerdem übernimmt er die Fahrdienste und bringt die Frühstückspakete zu den Schulen. Derzeit schmieren die Helfer fast 90 Brote. Dazu kommt ein Getränk – meist Saft oder Wasser und etwas Obst oder Gemüse. „Bei uns sind alle Zutaten frisch und wir legen Wert auf ein gesundes Frühstück“, sagt Erika Marold, die gemeinsam mit ihrer Tochter Ute Kremen die Würzburger Kindertafel organisiert.
Dem Bundesverband Deutsche Tafel zufolge nimmt die Kinderarmut in Deutschland stetig zu. Inzwischen lebe jedes siebte Kind von Hartz IV, in Ostdeutschland sei es sogar jedes vierte Kind. Bundesweit gibt es mittlerweile fast 900 Tafeln, die Bedürftige mit Essen versorgen. Dabei gibt es ein Stadt-Land-Gefälle, sagt Stefan Labus vom Bundesverband Kindertafel. „In den Landkreisen gibt es weniger Armut, dort sind die Versorgungslücken nicht so groß. In den Ballungszentren dagegen tickt die Zeitbombe“, meint der geschäftsführende Vorstand.
Das bayerische Kultusministerium begrüßt Projekte, die Kindern ein frisches Pausenbrot ermöglichen. „Diese bürgerschaftlichen Initiativen helfen, einen Mangel in einem sozialen Bereich zu bekämpfen. Da kann man sehr dankbar sein“, sagt Wolfgang Ellegast, der im Ministerium für Gesundheitsförderung an der Schule zuständig ist. In Bayern lernen mehr als 1,2 Millionen Kinder und Jugendliche an 5600 Schulen.
Im Gegensatz zu anderen Tafeln in Deutschland kaufen die Kindertafeln in Schweinfurt und Würzburg frisch ein und haben keinen direkten Kontakt zu den bedürftigen Schülern. „Alles bleibt anonym. So wird niemand stigmatisiert“, sagt Labus.
Das sei auch eine der Herausforderungen in den Klassenzimmern, sagt Schulleiter Stephan Becker. „Es besteht natürlich die Gefahr, dass eine Zwei-Klassen-Klasse entsteht. Aber die Lehrer hier gehen ganz natürlich damit um.“ Er hat das Angebot der Kindertafel zum Start der Initiative vor einem halben Jahr angenommen. „Wenn man Hunger hat, kann man nicht lernen“, sagt Klassenlehrerin Claudia Martin. Mit vollem Magen seien die Jungen und Mädchen deutlich konzentrierter.
1,60 bis 2,50 Euro kostet eine Frühstücksbox der Kindertafeln – Geld, das ausschließlich über Spenden gesammelt wird. Hier und da spendieren Bäcker, Fleischer oder Supermärkte Zutaten oder Getränke für die gesunden Pakete. Teilweise bekommen die Kindertafeln auch Rabatte beim Einkauf.
Kremen und ihre Helfer in Würzburg könnten noch mehr Kinder mit Frühstückspaketen versorgen, aber derzeit fehlt ihnen der Platz dazu. Der Hobbyraum ist zu klein. Und auch, wenn die Lebensmittelhygiene dem provisorischen Arbeitsplatz vorher zugestimmt hat, so wäre doch eine kleine Wohnung mit hohen Decken und einer Edelstadtküche in der Innenstadt deutlich besser.
Die Würzburger Kindertafel will jedoch nicht nur Mägen füllen. Sie will auch zeigen, was ein gutes Frühstück ist. „Wenn wir hier die Kinder und Eltern ein ganz kleines bisschen erziehen könnten, wären wir glücklich“, sagt Mitorganisatorin Marold. Für viele Frühstückspakete verzichten die Helfer auf Fleisch, Schweinefleisch kommt gar nicht aufs Brot. Auch Süßes kommt fast nie in die Tüte.
Dass den Schülern die Vollkornpausenbrote zu gesund sind, glaubt Tafelvorstand Kremen nicht. „Wir haben gute Kontakte zu den Hausmeistern. Und es ist bislang noch nichts im Mülleimer gelandet.“

©  Christiane Gläser, dpa
Quelle: merkur-online.de

Musikerspende für Schulbrote

WÜRZBURG

Musikerspende für SchulbroteFoto: Christian Weiss
1300 Euro Erlös aus der gemeinsamen Matinee von Polizeichor Würzburg und Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim haben Horst Assmann, Vorsitzender des Polizeichores (Mitte), Jürgen Pfarr, Chorleiter des Polizeichors (Zweiter von rechts), und Hauptfeldwebel Matthias Deues (links) vom Heeresmusikkorps zusammen mit Bürgermeister Adolf Bauer (rechts) dem stellvertretenden Vorsitzender des Vereins „Würzburger Kindertafel“, Kurt Schubert (Zweiter von links) übergeben. Zum 25-jährigen Jubiläum des Polizeichors und zum 50-jährigen Bestehen des Heeresmusikkorps 12 hatten beide gemeinsam eine Matinee im Rathaushof gegeben. Auf dem Programm stand ein musikalischer Streifzug durch das Programm der beiden Gruppen. Statt Eintritt wurden bei der Matinee Spenden für die Würzburger Kindertafel gesammelt, die die Zusammenstellung und Verteilung von Schulbroten an bedürftige Kinder an Würzburger Schulen organisiert.

© gmv
Quelle: MainPost

Gebrüder Götz unterstützt die neu gegründete Würzburger Kindertafel e.V.

Pressemitteilung von: gebrüder götz GmbH & Co. KG


„Gemeinsam gegen den Hunger“ Als Würzburger Traditionsunternehmen schließt sich gebrüder götz einer guten Sache an und spendet vom 23. bis 30. April, 1 € jedes verkauften Kinderschuhs der neu ins Leben gerufenen Würzburger Kindertafel e.V.. Die Initiatoren der gemeinnützigen Organisation haben es sich zum Ziel gesetzt, bedürftige Schulkinder mit gesunden Pausenbroten zu versorgen. Die Würzburger Helfer wollen noch im Mai beginnen, den ersten Schulen Essenspakete auszuliefern. gebrüder götz, der Schuhversand für die ganze Familie und die Würzburger Kindertafel e.V. hoffen, dass viele Kunden die Spendenaktion mit dem Kauf von Kinderschuhen in dieser April-Woche unterstützen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

 

 

 

 

 

Kindertafel versorgt Buben und Mädchen mit Pausenbroten

Von den meisten Menschen unbemerkt, leben in Deutschland viele Kinder, die nicht genug zu essen haben. Die Sozialhilfe reicht für viele Eltern nicht aus, weshalb sie anfangen, am Essen zu sparen. Kinder sind abhängig von ihren Eltern und haben sich ihre Lebenssituation nicht ausgesucht, sondern wurden in sie hineingeboren.

„Studien belegen, dass vor allem einkommensschwache Menschen häufig an Lebensmitteln sparen und eine ausgewogene Ernährung vernachlässigen“, meinte der stellvertretende Vorstand der Würzburger Kindertafel Peter Estenfelder. Während an manchen Stellen noch nicht abgelaufene Lebensmittel weggeworfen werden, wird eine unregelmäßige, ungesunde oder mangelnde Ernährung zu einem Gesundheitsrisiko für die Kinder.

Schweinfurt als Vorreiter

„Um dafür zu sorgen, dass die Gleichung ‘Arm = krank + hungrig’ nicht aufgeht haben wir am Beispiel der Schweinfurter Kindertafel die Würzburger Kindertafel gegründet“, sagt Estenfelder. In Schweinfurt wird dieses Projekt seit vielen Jahren mit großem Erfolg betrieben.

Dabei soll die Kindertafel auf keinen Fall eine Konkurrenz zur Tafel darstellen. Im Gegenteil zur „klassischen“ Tafel werden hier Lebensmittel durch Spenden gekauft, in einer Anlaufstelle gesammelt und von Ehrenamtlichen schultäglich morgens um 7 Uhr in Frühstücksbeutel gepackt. Anschließend erhalten die angemeldeten Schulen zur ersten Pause die gesunden und abwechslungsreichen Brote. Für die Verteilung sorgen, zur Wahrung der Anonymität, vor Ort der Hausmeister oder die Lehrer. Den Bedarf melden die Schulen selbst.

Die 18 Gründungsmitglieder konnten auch die unterfränkische Rockröhre Steffi List für die Kindertafel gewinnen. Das Projekt wird gut angenommen. Bereits drei Schulen erteilten ihre Zustimmung. Ebenso ist der Kontakt zum Bayerischen Rundfunk hergestellt und die Domain „wuerzburger-kindertafel.de“ wurde gesichert auf der sich die Besucher in wenigen Tagen ständig über die neuesten Aktionen auf dem Laufenden halten können.

Die Kindertafel erhält keine öffentlichen Zuwendungen, deshalb ist sie auf Spenden angewiesen. Von dem gespendeten Geld werden für die Zentrale (Am Rubenland 16, 97084 Würzburg) Küchengeräte, Möbel und ein Fahrzeug mit Kühlaggregat neu angeschafft. „Man kann uns auf viele Arten unterstützen: mit Lebensmitteln, Geld- oder Sachspenden, Tankgutscheinen und vielem mehr. Und selbstverständlich kaufen wir bei Händlern aus der Region, so bleiben die Spenden auch in der Region“, versicherte Estenfelder.

© Mareike Matz
© Foto: Würzburger Kindertafel
Quelle: MainPost

Schulessen: Gründung der Würzburger Kindertafel

In Würzburg ist bei einer Gründungsversammlung die “Würzburger Kindertafel” ins Leben gerufen worden. Die Initiatoren setzen sich dafür ein, an Schulen bedürftige Kinder mit Pausenbroten zu versorgen.
Nach dem Vorbild der seit 2009 bestehenden Kindertafel in Schweinfurt sollen künftig auch in Würzburg bedürftige Schulkinder täglich mit gesunden Pausenbroten versorgt werden. Die Würzburger Helfer wollen im April beginnen, die erste Schule mit Essenspaketen zu versorgen. Welche Schule das sein wird, steht derzeit noch nicht fest.

Freiwillige Spender

Zunächst sollen in den kommenden Wochen die Würzburger Schulleiter zu einer Konferenz eingeladen werden, um den Bedarf zu ermitteln. Für Würzburg haben sich nach Auskunft von Stefan Labus vom bayerischen Landesverband der Kindertafeln bereits potenzielle Spender gemeldet, darunter das Möbelhaus IKEA und die Hypo-Vereinsbank.
Schweinfurt als Vorreiter
In Schweinfurt werden derzeit jeden Tag rund 280 Schulkinder durch die Kindertafel mit kostenlosen Pausenbroten versorgt. In den Päckchen befinden sich zwei belegte Brote mit Käse oder Wurst, Rohkost, ein Stück Obst und ein Getränk. Die ehrenamtliche Helfer haben seit der Gründung der “Schweinfurter Kindertafel e.V.” vor etwa zweieinhalb Jahren bereits über 100.000 Frühstückspakete für Schulkinder verteilt. Die Helfer bereiten an jedem Werktag Frühstücksbeutel für Kinder an 13 Grund-, Haupt- und Förderschulen sowie Kindergärten in Schweinfurt vor.

© BR
Quelle: Bayerischer Rundfunk